Farne Islands = Puffins!!!

Wie immer, wenn wir alle drei sehr früh schlafen gehen, wachen wir früh auf. Nach einem kurzen Morgenspaziergang gibt’s ein ordentliches Frühstück. Die Arbeitslust für die Fotoverarbeitung hat mich immer noch nicht gefunden.

Wir brechen zu einem längeren Strandspaziergang auf. Mal sehen, ob wir Seahouses erreichen und eine Tankstelle finden. Die Buchung für den Bootsausflug zu den Papageientauchern (Puffins) und zum Holy Island hat funktioniert, ist aber erst für Samstag geplant. Da kann etwas die Gegend auskundschaften nicht schaden. Gemäss Beschreibung sind die Parkplätze in dem engen Dörfchen eher knapp. Das will ich mir, wenn möglich, anschauen.

Die vier Kilometer schaffen wir in erstaunlich kurzer Zeit. Obwohl ich unterwegs einige Seevögel fotografiere. In Seahouses selbst nehme ich wieder das iPhone zu Hilfe und frage nach der Tankstelle. Na ja, ich hätte auch die Augen aufmachen können. Sie liegt keine 100 Meter geradeaus vor mir. Ziemlich genau dort, wo die Strasse ins Dorf und zum Hafen abzweigt.

Da ich mich umsehen wollte, marschiere ich mit den Hunden Richtung Hafen. Links davon ist auch ein Parkplatz, scheint allerdings nur für Personenwagen zu sein und ist um 12.30 schon rappelvoll. Dann sehe ich gleich an der Ecke eine Theke, an der Tickets für Fahrten zu Robben und Seevögeln verkauft werden. Ich gehe mal hin und erkundige mich vorsichtshalber, ob sie meine Buchung für Samstag schon haben.

Es stellt sich heraus, dass es sich um eine ganz andere Schifffahrtsgesellschaft handelt als die, die ich gebucht habe. Golden Gate, die ich gebucht habe, führen erst im Mai Schiffe zu Vögel Beobachtungen. Ja großartig, was ist denn das. Ich habe eine Buchungsbestätigung erhalten und alles ist schon bezahlt. Ich solle einfach Golden Gate per mail kontaktieren, sie würden mir dann schon sagen, mit welchem Schiff ich am Samstag nach Holy Island und zu den Puffins komme.

Ich bin etwas frustriert. Mit dem iPhone e-mails erledigen ist nicht so mein Ding. Trotzdem mache ich das mal. Die Hunde flirten währenddessen mit allen vorbeilaufenden Touristen. Danach laufe ich trotzdem nochmals zur Theke und frage, ob ich denn heute noch eine Fahrt mitmachen könne, mit den Hunden natürlich. Und ja, das geht. In einer halben Stunde müsse ich unten am Hafen vor einer bestimmten Bude warten und Hunde seien immer willkommen, solange sie eng bei mir bleiben

Also dann, ganz spontan, finden wir uns eine halbe Stunde später in der Schlange zum Schiff wieder. Die Lumpazzi machen das ganz routiniert und steigen auch völlig gelassen die Treppe zum Oberdeck hoch. Dort sind alle Passagiere gehalten, sich hinzusetzen. Es hat mehr als ausreichend fest angebrachte Sitze. Ich finde uns ein geschütztes Plätzchen und lasse die Hunde sich erst einmal hinlegen.

Wie das Schiff anfährt und sich vom Dock entfernt ist Zorro nicht begeistert. Er möchte lieber wieder an Land zurück. Und findet es sehr schlecht, dass man den festen Boden unter den Pfoten einfach so aufgeben soll. Nanno nimmts gelassen, nur der Wind und der kalte Boden stören etwas, er legt sich möglichst in die Sonne. Nach einer Weile schicken sie sich in ihr Schicksal und liegen ruhig unter der Bank.

Die anderthalb Stunden vergehen im Flug. Wir sehen unzählige Vögel und auch einige graue Robben. Natürlich auch einen ganzen Felsen voller Puffins. Die sind drollig mit ihrem riesigen Schnabel, den kurzen Flügeln und einem Flug, wie eine Rakete. Diese Fahrt war ein spontaner Entscheid, einfach ein ganz spezielles Abenteuer wieder einmal. Und endlich Puffins gesehen und fotografiert. Immerhin versuche ich das jetzt schon über ein Jahr.

Die Lumpazzi waren während der ganzen Fahrt sehr brav, haben sich kaum bewegt und alles geduldig ertragen. Das hätte ich nicht erwartet. Das gibt auf dem Rückweg eine extra Portion Leckerli. Dummerweise ist der Rückweg so lang wie der Herweg. Ausserdem habe ich im lokalen Laden noch Äpfel, Avocado, Eier und frischen Spargel bekommen. Das ist jetzt im Rucksack, während ich die Kamera mit der grossen Linse in der Hand tragen muss.

Die Hunde sind offenbar müde, jedenfalls laufen sie brav wie Lämmer neben mir her. Unten am Strand trödelt Nanno immer wieder etwas, Zorro zieht brav durch. Zurück beim Randulin sind wir alle drei völlig platt. Das reicht gerade noch für ein kleines Abendessen und dann ab ins Bett.

Morgen muss endgültig eine Pause eingelegt werden. Heute habe ich fast 1000 Fotos geschossen. Nun müssen alle Fotos dringend verarbeitet werden. Ausserdem muss ich endlich herausfinden, wie ich die dann mit meinem iPad teile, so dass ich sie auch verwenden kann. Alles nicht mehr heute, jetzt ist nur noch Schlafen angesagt.

Kurz bevor ich mich auch hinlegen will, meldet sich tatsächlich Golden Gate per Telefon. Sie weisen mich an, am Samstag eine Stunde früher auf einem Schiff mitzufahren, bei der Gesellschaft, mit der ich heute unterwegs war. Prima, dann ist auch das geregelt. Am Samstag werde ich allerdings mit dem Randulin nach Seahouses fahren, möglichst früh. Dann kann ich mit den Lumpazzi noch eine lange Runde drehen und allein aufs Schiff. Ich habe eine Fahrt mit Landung auf Holy Island gebucht und da dürfen Hunde nicht mit. Sie haben es im Randulin ohnehin gemütlicher. Wenn ich den auf den Busparkplatz stellen kann und ausreichend lüfte, genügend Wasser hinstelle, müsste es für die Lumpazzi bequemer sein.

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