Sculptures by the lakes

Der Tag fängt diesmal etwas kühler und mit grau verhangenem Himmel an. Und wieder recht spät. Ich erwache erst um acht Uhr. Die Lumpazzi wollen noch schlafen. Dann gehe ich halt duschen. Danach kurzer Morgenspaziergang und langes Frühstück. Heute habe ich es nicht eilig. Der Skulpturen-Garten ist ganz nah. Wenn es nicht eine stark befahrene Strasse ohne Seitenstreifen wäre, könnten wir sogar laufen.

Also nicht wirklich, es sind dann doch sieben Kilometer. Dann noch der Garten selbst, das wäre doch ein wenig viel. Enge Strassen bin ich mich mittlerweile gewöhnt. Dummerweise übersehe ich so das kleine Verkehrsschild zum Skulpturen-Garten und fahre prompt daran vorbei. Bei der nächstbesten Gelegenheit mitten auf der Strasse umgedreht (so langsam verliere ich alle Hemmungen) und zurück zur Einfahrt.

Die ist sehr eng. Gerade breit genug, dass ein Auto durchpasst. Dafür ist der Parkplatz dann riesig. Wir verbringen ein paar herrliche Stunden im Garten. Die Skulpturen sind interessant. Und sind perfekt in ein schöne Landschaft eingepasst.

Es hat zwar viele Besucher. Die verteilen sich auf dem riesigen Gelände. Der Garten ist an einem schnell fliessenden Fluss auf der einen Seite und um einen See auf der anderen Seite angelegt. Die Anlage wird ausser für die Skulpturen auch als Arboretum genutzt. Viele verschiedene, auch fremdländische Bäume werden hier gepflanzt, gehegt und gepflegt. Ein Birkenwald ist sogar integrierender Bestandteil einer Jaguar-Skulptur. Vielleicht etwas gesucht, der Zusammenhang erschliesst sich nicht auf den ersten Blick. Trotzdem schön.

Danach noch ein Sandwich und ein frisch gepresster Apfelsaft, für die Hunde je eine Handvoll Leckerli und ein weiterer, schöner, friedlicher Tag geht zu Ende.

Die Rückfahrt ist problemlos. Allerdings, jetzt am Abend kommt starker Wind auf. So unter den Bäumen zu stehen, hat auch seine Nachteile. Ich überlege schon die ganze Zeit, ob ich den Randulin besser etwas weiter weg stellen sollte. Die Bäume hinter dem Auto stehen zwar mitten in einem Wald, da sollte nicht so viel passieren. Für heute riskieren wir das mal. Wird schon gut gehen.

Morgen dann weiter nach Norman’s Bay, weiter der Küste entlang, in die Nähe von Hastings. Dort dann wieder vier Nächte und einige Ausflüge in die geschichtsträchtige Umgebung. Gemäss Beschreibung des Camps lohnt es sich, wieder auf dreistelligen Strassennummern zu bleiben. Mal schauen, ob ich das Navi überzeugen kann, nicht den kürzesten, sondern den fahrbaren Weg zu finden.

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