The Hurlers Stone Circles
Morgens um sechs Uhr aufgewacht, der Himmel schon wieder wolkenlos. Dann nochmal umgedreht und geschlafen bis halb neun. Und siehe da, meine Uhr ist zum ersten Mal seit sechs Monaten zufrieden mit mir. Ich habe acht Stunden geschlafen, hurra!!! Angesichts der langen Reise völlig bedeutungslos. Heute wird auf jeden Fall ein schöner Tag. Und sei es nur, weil ich mir seit mindestens zwei Wochen einen Tag Regen wünsche. Das wäre die perfekte Ausrede, nicht ständig darüber nachzudenken, wie ich die völlig verkleckerte Windschutzscheibe etwas durchsichtiger bekomme.
Spät aufgestanden, späte Morgenrunde (die Lumpazzi waren offenbar von der gestrigen Tintagel-Tour platt und wollten auch nicht früher raus), dann langes Frühstück. Die Steinkreise sind nicht sehr weit weg, gemäss Karte siebenundzwanzig Kilometer. Das dürfte in einer Dreiviertelstunde zu schaffen sein. Wo ich mich wieder völlig verkalkuliere, ist die Dieseltankstelle. Die liegt genau siebenundzwanzig Kilometer in der entgegengesetzten Richtung.
Ich fahre also erst um elf Uhr los, zuerst Richtung Launceston. Zu eben dieser Dieseltankstelle. Dort gibt es kurz etwas Probleme, die eine Tanksäule scheint nicht zu funktionieren, es bildet sich eine längere Schlange bis auf die Einfahrt hinaus. Nach einer halben Stunde löst sich alles in Minne auf. Der Dieseltank des Randulin ist wieder voll und die Fahrt kann weitergehen.
Nach einer weiteren Stunde Fahrt landen wir auf einem Gratisparkplatz direkt vor einer alten Kupfermine. Gemäss Karte fängt hier der Weg zu den Steinkreisen an. Die Gegend ist magisch. Wir marschieren über eine ehemalige Moorlandschaft. Mitten durch Pferde, Schafe und Rinder. Die weiden hier alle frei. Und verteilen sich wenig dekorativ über alle drei Steinkreise. Das Wandervergnügen dauert knapp eine Viertelstunde.
Das ist viel zu wenig für meine energiegeladenen Lumpazzi. In der Ferne winkt ein Hügel mit einer interessanten Steinformation. Wir laufen weitgehend in gerader Linie quer über die Landschaft darauf zu. So ein paar Umwege sind erst erforderlich, wie wir an den Fuss des Hügels kommen. Es stellt sich heraus, das ist ein alter Granitsteinbruch.
Die Felsformationen obendrauf wurden von Wind und Wetter geformt. Sie sehen aus, wie Wegmarkierungen von Riesen. Der Aufstieg auf den Hügel erfordert etwas Klettern. Für meine Lumpazzi mit ihrem Vier-Pfoten-Antrieb kein Problem. Ich muss etwas schauen, wo der Weg verläuft.

Die Aussicht von diesem vielleicht 150 Meter hohen Hügel ist phänomenal. Wir geniessen eine kurze Pause. Nicht sehr lange. Der ständige Wind über den Hügel ist unangenehm. Also machen wir uns schon bald einmal auf den Rückweg.
Gegen sechzehn Uhr stehen wir wieder auf unserem Platz. Jetzt darf es erst einmal eine ordentliche Portion Leckerli für die Lumpazzi sein. Für mich gibt’s heute eine kleine Schüssel Pasta mit Ei und Käse, dann noch ein Joghurt mit etwas Marmelade.

Heute war wie erwartet, ein schöner, ruhiger Wandertag. Mit grandioser Aussicht über Cornwall und einer angenehmen Wanderung. Morgen muss ich dann wohl wieder einen Waschtag einlegen. Und ernsthaft diese verflixte Frontscheibe reinigen. Gemäss Wetterbericht bleibt es noch bis nächste Woche schön. Scheibenwischwasser und Scheibenwischer funktionieren nicht gut bei der Kleckerei. Da bleibt mir eine Kletterpartie mit Mopp und Wischer wohl nicht erspart.
Ausserdem sollte ich dringend die letzten Blog-Beiträge aufschalten. Die letzten Fotos verarbeiten und alles wieder sichern. Hier ist der Wlan-Empfang so gut, da sollten auch alle up-dates einigermassen zügig durchlaufen.
