Beadnell Bay
Heute geht’s weiter nach Beadnell Bay. Zuerst aber noch die Morgenroutine, diesmal ergänzt durch Chemietoilette und Grauwassertank entleeren. Frischwasser ist noch genug drin. Dann den Randulin innen kurz reinigen, ein letzter Morgenspaziergang, ein ordentliches Frühstück und los geht’s.
Das Navi schlägt 4 verschiedene Routen vor. Drei davon via Newcastle. Das ist eine Stadt, die ich unbedingt meiden will. Gemäss Beschreibung darf man zwar durchfahren, bezahlt aber für 24 Stunden eine Umweltabgabe. Das sehe ich jetzt gar nicht ein. Vor allem, nachdem es eine vierte Route etwas nordwestlicher gibt, die sehr viel weniger Verkehr aufweisen dürfte. Und so Grossstädte sind verkehrstechnisch immer ein Albtraum.
Ich wähle also die Route nordwärts, Richtung Hexham und Hadrians Wall. Sehr spannende Fahrt und nicht einmal sehr schmale Strassen. Einzig über die Dales ist es manchmal etwas eng und steil. Aber mit Serpentinen mit 14 % Steigung konnte ich ja schon üben. Bei Stonehope zweigt die Route nach Nordosten ab und führt durch Northumberland . Eine sehr schöne Gegend, mit vielen Castles und Gärten. Fast zu schade zum einfach durchfahren.
Nach anderthalb Stunden sehe ich zufällig links einen Wegweiser zu Wallington Hall and Gardens. Zeit für eine Pause. Da ich ohnehin etwas für losgefahren bin und wir sehr gut in der Zeit liegen, darf die Pause sogar etwas länger werden. Wallington Hall ist in der Verwaltung des National Trust, also gratis parkieren und kein Eintritt in die Hall oder den Garten.

Der Garten ist riesig, eigentlich mehr ein Park, sogar mit einem Tierbeobachtungs-Versteck. Wir verbringen fast eine Stunde nur auf dem Spaziergang. Danach noch die Hunde in den Randulin gebracht, mit Leckerli und Wasser versorgt und dann zurück und das Haus angeschaut.
Die Tevelyans, denen Wallington Hall gehört hat, scheinen ein sehr eigenes Völkchen gewesen zu sein. Viele Stickereien und sehr viel Porzellan-Sammlungen. Die Wände sind mit Portraits der Familien ausgestattet. In der Eingangshalle, eine Art gedeckter Patio mit rundum laufenden Emporen, von denen Zimmer abzweigen, sind die Wände zwischen den Säulen mit antiken Geschichten bemalt, sehr bunt. In dieser Eingangshalle stehen aber auch drei Musikanten mit kleinen Dudelsäcken. Der Ton ist sehr angenehm, sie spielen kurze Volksweisen. So wäre Dudelsackmusik auszuhalten.

Nach einem The und Sandwich geht die Fahrt weiter nach Beadnell Bay. Dort komme ich pünktlich um 16 Uhr an, werde sofort in Empfang genommen und darf auswählen, wohin ich den Randulin stellen möchte. Ich entscheide mich für einen etwas ruhigeren Platz, zwar recht weit vom Service-Gebäude entfernt, dafür schön in der Sonne gelegen und windgeschützt. Den Rest des Nachmittags können die Hunde draussen in der Sonne liegen.
Wir machen noch einen langen Spaziergang am Strand. Die Hunde dürften hier sogar freilaufen. Das lasse ich momentan lieber noch, bis sie sich etwas an Sand und Meer gewöhnt haben. Zorro findet Meertang sehr attraktiv und kann an keinem Haufen vorbeilaufen, ohne sich darin zu wälzen. Den Geruch im Auto momentan lieber nicht, danke sehr. Auch heute geht’s wieder früh ins Bett. Zuvor habe ich noch kurz die aufgestaute Menge Fotos kurz gesichtet. Nun bin ich zu müde, um die rund 500 Fotos heute noch zu verarbeiten. Das mache ich dann morgen.
