Conic Hill Trossach NP

Der Tag beginnt wieder mit schweren Nebelwolken über dem Loch. In der Nacht hat es immer wieder leicht geregnet. Morgens um halb acht Uhr ist noch alles feucht, zumindest fällt kein Regen mehr. Dann erst einmal duschen, dann Morgenspaziergang und langes Frühstück. Mal sehen, wie sich das entwickelt.

Um zehn Uhr ist die Nebeldecke nicht mehr so dicht, die ersten blauen Flecke zeigen sich am Himmel. Dann mal los. Die 4 km von vorgestern fahre ich diesmal mit dem Randulin und parkiere auf dem ersten grossen Parkplatz. Nachdem die Gebühr für den ganzen Tag bezahlt ist, laufen wir los, Richtung Visitor Center.

Am Mittwoch hatte ich erfahren, dass der Weg zum Conic Hill gleich hinter dem Visitor Center beginnt. Dem ist dann auch so. Mit uns laufen eine ganze Menge weiterer Wanderer los Richtung Conic Hill. Hoffentlich wollen die nicht alle auf den Gipfel, dann gäbe das ein rechtes Gedränge da oben.

Der Weg ist steil, steinig und unregelmässig. Wir kommen gut voran. Unten noch sonnig, warm und windstill, wird es weiter oben zunehmend kühler. Das Wetter bleibt stabil, sonnig, aber wolkenverhangen. Die englische Spezialität, Wege möglichst gerade zu bauen, egal wie steil, kommt auch hier zum Zuge. Für die unzähligen Treppenstufen wurden einfach herumliegende Steine verwendet. Unterschiedlich gross, unterschiedlich hoch, unterschiedlich breit.

Macht nichts, oder fast nichts. Die Lumpazzi mit ihrem Vier-Pfoten-Antrieb kommen locker voran. Grössere Hindernisse werden einfach übersprungen. Und ich habe wieder mal nur die Hundeweste dabei. Je höher wir kommen, desto mehr nimmt der Wind zu.

Oben auf dem Gipfel bin ich nass geschwitzt und durchfroren. Der Wind bläst die Hunde fast davon. Also kurz ein Foto von der Aussicht gemacht und so rasch als möglich etwas nach unten in den Windschatten gelaufen. Hier bekommen die Lumpazzi auch ihre Leckerli. Danach konzentriert durch die Paternoster-Menschenhaufen über die Steine wieder runter.

Der Conic Hill ist nur 361 m hoch. Auch die Distanz ist nicht besonders lang. Aber das Wandern hier ist ganz schön anspruchsvoll. Nach zwei ein halb Stunden sind wir wieder unten beim Café. Für die Hunde gibt’s nochmal Leckerli, für mich einen Kaffee und eine Passionsfrucht-Glacé.

Danach gemütlich wieder zum Randulin und zum Camp zurück. Dort erledige ich erst mal den dringendsten Randulin-Unterhalt. Das Frischwasser geht zur Neige und muss aufgefüllt werden. Obwohl der Camping-Platz sehr gut eingerichtet ist, wird die Frischwasseraufnahme mit einem Schlauch etwas komplizier. Der Randulin ist ja ein Kontinental-Auto, hat also alle Anschlüsse für England auf der verkehrten Seite.

Nach einer halben Stunde ist auch das erledigt. Ich fahre auf unseren Strandplatz zurück und richte wieder alles ein. Danach noch etwas Kleines gegessen und der Feierabend mit Zeitung- und Buchlesen rundet einen guten Wandertag ab.

Morgen geht die Fahrt weiter nach Norden. Zuerst nach Oban. Dort bleibe ich zwei Nächte. So langsam muss ich mir überlegen, wie es nach der Isle of Harris and Lewis weitergeht. Das Einzige, was ich jetzt schon weiss, die Fähre zurück von Tabert nach Uig kommt recht spät an. Da werde ich nicht noch viel Zeit haben, zu einem Camping zu fahren. Wenn ich in Sky bin, muss ich mal fragen, ob ich dort am 5.5. einen late arrival für eine Nacht buchen kann. Von da soll die Reise dann zum Loch Ness gehen. Das soll sehr schön zum Laufen sein. Ausserdem liegt am Ende des Loch Schloss Urquhart, eine Legende. Die Etappen danach sollten nicht allzu lang ausfallen, aber doch lang genug, dass ich am 9. Mai in Bowness on Windermere bin. Dann kann ich mich da mit Ruth nochmal treffen. Alles Weitere ist noch etwas wolkig. Nur habe ich das unangenehme Gefühl, dass ich mindestens Loch Ness und Windermere so langsam buchen sollte, sonst finde ich da keinen Platz mehr.

Ähnliche Beiträge