Bambourgh
Nach einer gemütlichen Morgenroutine werden erst mal die Fotos verarbeitet. Das heisst von der Kamera auf den Laptop transferieren, mit Lightroom sichten und gleich mal etwas aussortieren. Dann Ausschnitts Vergrösserungen erstellen, das ganze in .jpg konvertieren in eine Grösse, dass ich die Bilder sowohl auf Whatsapp, Instagram wie auch auf meiner Homepage verwenden kann und anschliessend das ganze noch via iPad auf die iCloud speichern, so dass nichts verloren geht.
Um 13 Uhr mittags bin ich mit allem fertig. Zu früh, um nichts mehr zu machen, mit dem angefangenen Tag, zu spät für eine ausgedehnte Vogelexkursion. Also mache ich den Randulin fahrfertig und tuckere los Richtung Bambourgh. Davon habe ich von meinen Camper Nachbarn gehört. Dort soll es einen langen Strandspaziergang geben, der sich für die Hunde lohnt.
Ausgangs Seahouses fahre ich einfach der Nase nach, grobe Richtung Nordosten. Und verfahre mich prompt. Nach Bambourgh sollten es eigentlich nur 10 Minuten sein. Also halte ich nach einer Viertelstunde am Wegesrand an und programmiere das Navi. Dann geht es wieder einmal auf schmalsten Landstrassen querfeldein Richtung Küste zurück.
Nach einer weiteren Viertelstunde bin ich in Bambourgh. Es stellt sich heraus, dass das nicht nur ein schöner Strandabschnitt ist, sondern eine uralte Niederlassung mit einer riesigen Burg. Wir schauen uns erst mal die Burg an und laufen dafür schon mal eine Stunde.
Die Anlage ist riesig. Auch wenn ich mit den Hunden die Innenräume nicht betreten darf, die Aussenanlage ist gross und spannend genug. Das Wetter wird wieder etwas unberechenbar. Von Nordwesten zieht eine schwarze Wetterwand auf. Wenn wir noch etwas vom Strand sehen wollen, müssen wir uns sputen. Wir marschieren also zügig aus dem Schloss Richtung Strand. Dabei komme wir am zweiten Parkplatz unterhalb des Schlosses an einer Anzeige mit den Zugangszeiten zu Lindisfarne vorbei.
Lindisfarne ist auch eines meiner Etappenziele. Also erkundige ich mich, ob diese Zugangszeiten auch morgen Montag gelten würden. Der nette Parkplatzwächter erklärt, da müsste ich einfach eine Stunde dazuschlagen. Der Tidenhub würde sich täglich um genau eine Stunde verschieben. Für mich bedeutet das, morgen dann früh aufstehen, so dass ich spätestens um 8 losfahren kann. Dann stehen mir auf Lindisfarne ein paar Stunden zur Verfügung, das anzuschauen und zu geniessen. Spätestens um 14.30 Uhr muss ich dann wieder von der Insel runter sein, dann setzt die Flut wieder ein.
Danach lauffen wir durch die Dünen Richtung Strand. Der Sand ist sehr fein und sehr tief. Ziemlich mühsames Laufen. Und der Himmel verdunkelt sich immer mehr. Nun müssen die Lumpazzi etwas schneller schnüffeln und pinkeln. Sonst werden wir noch nass.
Wir kommen gerade noch trocken beim Randulin an. Danach geht die kurze Fahrt zurück nach Beadnell Bay. Regen ist dann doch nicht. Eigentlich schade, für den Randulin wäre es noch gut gewesen etwas Wasser. Damit wären die vielen Vogelschisse weggewaschen worden. Nun ja, in den nächsten 8 Wochen wird es sicher einmal regnen. Das Wetter kann nicht ewig so schön bleiben, wie die letzten vier Wochen.
Jetzt ist es schon wieder 22 Uhr und mein Blog ist immer noch nicht mit Bildern versehen und weitergeführt. Aber jetzt mag ich nicht mehr und morgen müssen wir früh raus, wenn Lindisfarne Wirklichkeit werden soll.
