Lauder in Mid-Lothian
Der Tag beginnt mit einem etwas längeren Morgenspaziergang. Das Wetter ist sehr wechselhaft, es tröpfelt immer wieder etwas und ist sehr windig. Zeit, weiter zu reisen. Heute geht’s nach Schottland. Nicht sehr weit, nur knapp über die Grenze. Lauder sollte ein recht zentraler Ort für einige Ausflüge über Ostern sein. Bis dahin sind es auf der Route der Küste entlang und dann ins Landesinnere nur knapp 134 km, respektive gemäss Navi anderthalb Stunden Fahrt. Da bleibt ausreichend Zeit, für einen ausgedehnten Spaziergang unterwegs. Ausserdem sollte ich noch etwas Äpfel und Mineralwasser einkaufen, die Hunde-Leckerli gehen auch allmählich zur Neige, also auch da nachbeschaffen, wenn möglich.
Nach einem ausgiebigen Frühstück den Randulin reisefertig gemacht. Das dauert heute nicht sehr lang. Hier in Beadnell könnte ich das Grauwasser ohnehin nur mit einem Kessel entsorgen, das ist mir momentan zu mühsam. Frischwasser ist noch genug an Bord und die Innenreinigung nehme ich ohnehin täglich vor. Um 9.30 Uhr sind wir verpflegt und reisefertig. Dann los, die Reception ist noch nicht besetzt, dann kann ich mich auch nicht abmelden.
Einen ersten Halt lege ich in Seahouses ein. Der Ort ist gross genug und verfügt über einen grösseren Coop. Dort dann die Äpfel, Mineralwasser und Hundeleckerli erstanden. Danach noch etwas Ortsauswärts Richtung Bambourgh gefahren und am Strassenrand in einer geeigneten Bucht parkiert. Danach dürfen wir erst mal auf einen langen, letzten Strandspaziergang. Wir schaffen die rund 4 km bis Bambourgh in einer knappen Stunde.
Danach das Ganze wieder zurück nach Seahouses. Bei unserer Rückkehr sind die Lumpazzi ordentlich durchgelüftet und von den zwei Stunden spazieren ausgepowert. Den restlichen Weg nach Lauder können sie im Auto schlafen.
Die Route führt nach Berwick und dann Richtung Nordwesten Richtung Edingburgh. Unterwegs fängt es endlich richtig an zu regnen. Bevor die Frontscheibe richtig sauber ist, hört es leider auch schon wieder auf. Wir kommen bereits kurz nach 14 Uhr im Campingplatz an, eine Viertelstunde später ist auch schon eingerichtet.
Leider gibt es auch hier keine direkte Grauwasserentsorgung. Ich leihe mir einen Kessel und erledige das Ganze von Hand, immerhin fast 40 Liter Grauwasser. Am Abend bin ich froh, habe ich das noch erledigt solange es halbwegs trocken war. Es fängt ernsthaft an zu regnen. Sobald die Frontscheibe einigermassen nass ist, schalte ich immer wieder mal die Scheibenwischer ein. Wenn ich Glück habe, kann ich mir so die Kletterpartie zum Scheiben putzen ersparen.
Danach noch etwas Zeitung lesen und letzte Fotos verarbeiten. Die Fahrerei in Schottland ist mindestens so anstrengend, wie in Wales. Die Strassen weisen ordentlich Schlaglöcher auf, zumindest jene, die nicht Autobahn oder Autostrasse sind. Ausserdem ist die Breite der Strassen über Land definitiv knapp ausreichend für den Randulin. Ich streife links öfters mal Äste. Nicht weiter schlimm, erfordert aber einige Konzentration.
Was ich am Abend auch noch erledige, ich buche endlich die Führung in der Tartan-Weberei Lochcarron in Selkirk. Der Hauptsitz befindet sich sinnigerweise nicht in Lochcarron sondern wurde vor einigen Jahren und einigen Aufkäufen lokaler Webereien in Selkirk zusammengezogen.
Nach einem kleinen Nachtessen dann wieder früh schlafen gelegt.
